
Die Teams der vier Forstkreise des Kantons Freiburg sind derzeit in acht Wäldern im Einsatz. Ziel der Operationen ist es, die durch den Klimawandel am stärksten gefährdete Bäume zu fällen und Platz für vielfältigen junge Triebe zu schaffen.
Das Amt für Wald und Natur (WNA) hat pro Forstkreis zwei besonders gefährdete Gebiete ermittelt. Bei diesen Wäldern handelt es sich häufig um Fichtenmonokulturen, einer Baumart, die dem Klimawandel kaum standhält. Weil sie gleich alt und gleich hoch sind, hindern diese Monokulturen das Wachstum anderer Bäume.
Die Förster der vier Kreise des Kantons führen Lücken- und Durchforstungsschläge durch, um den Lichteinfall auf den Boden zu erhöhen und so das Heranwachsen von jungen Trieben zu fördern. Diese Einsätze sollen als Beispiel dafür dienen, dass der Prozess der regenerativen Holzschläge auch in den anderen Wäldern des Kantons übernommen wird.
Ein wissenschaftliches Monitoring der acht betroffenen Wälder wird von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) sichergestellt. Ziel ist es, die Entwicklung der Zusammensetzung der Wälder zu beobachten und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimaschwankungen abzuschätzen. Das Projekt wird auch von der Fachstelle Waldbau (FWB) unterstützt und erhält finanzielle Hilfe vom kantonalen Klimaplan (KKP) und vom WNA.